Bezirksorganisation Baden

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Schluss mit leeren Versprechen.

Mit Tafeln machten die SPÖ Frauen Donnerstag früh auf Traiskirchens Hauptdurchzugsstraße auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise aufmerksam – in der Gastronomie, im Sport, in der Kultur aber auch gesamtgesellschaftlich.

„433.779 ohne Arbeit, eine schrumpfende Wirtschaft, über 450.000 Menschen in Kurzarbeit“, gibt Landesfrauenvorsitzende LAbg. Elvira Schmidt einen Überblick über die aktuellen Zahlen.

Arbeitslosigkeit ist weiblich

„Hinter diesen dramatischen Zahlen stecken Menschen, Familien und Schicksale. Frauen hat die Krise besonders hart getroffen“, kritisiert Traiskirchens Frauenvorsitzende Siegrid Kitzelsberger.

Österreich hatte mit Ende Juni – laut ÖGB - knapp 65.000 mehr Arbeitslose als vor Beginn der Corona-Krise – 85 Prozent davon sind Frauen. Insgesamt waren damit Ende Juni über 460.000 Menschen arbeitslos. Erfreulicherweise geht der Anstieg der Arbeitslosigkeit jetzt wieder zurück, bei den Frauen allerdings deutlich langsamer als bei Männern. Darüber hinaus trugen Frauen den Hauptteil der Corona-Lasten, bei der Pflege von Angehörigen, der Kinderbetreuung und Bildungsarbeit und nahmen dafür Teilzeit oder Urlaub. Zudem waren 70% der Beschäftigten in systemrelevanten Branchen wie dem Handel, dem Pflege- und Gesundheitsbereich und der Produktion Frauen, die zwar als Heldinnen der Krise beklatscht aber schlecht bezahlt wurden, der versprochenen Corona-Tausender ist bis heute ausständig.

Hier brauche es dringend einen Plan, doch davon höre man von der Bundesregierung nichts, geben die Frauen zu bedenken.

Mit dem SPÖ-Kraftpaket aus der Krise

Mit Blick auf das SPÖ-Kraftpaket, das kürzlich präsentiert wurde, sind die SPÖ-Frauen der Überzeugung, dass es mit entsprechender Anstrengung gelingen kann, gut aus der Krise zu kommen und Österreich dabei moderner, gerechter und klimafreundlicher zu machen.

Schmidt umreißt die Vorschläge der SPÖ: „Es braucht eine Kräftigung und Stärkung von Sozialstaat, Beschäftigung und Wirtschaft und Steuergerechtigkeit. Mit dem größten Investitionspaket in der Geschichte der Zweiten Republik soll klug und vorausschauend u.a. in den öffentlichen Verkehr, sozialen Wohnbau, Bildung, Forschung und Entwicklung investiert werden.“ „Gleichzeitig muss das Arbeitslosengeld erhöht und die Arbeit – durch geförderte Arbeitszeitverkürzung - gerecht verteilt werden. Davon profitieren Frauen ebenso, wie von einem kollektivvertraglichen Mindestlohn von 1.700 Euro und damit einhergehend eine Steuerbefreiung bis zu dieser Höhe“, knüpft die Frauenvorsitzende aus Baden, Martina Mostler-Seifert, an Schmidts Ausführungen an.

„Klar ist für uns auch, dass Millionäre und milliardenschwere Online-Konzerne endlich ihren fairen Beitrag leisten müssen“, sind sich die SPÖ Frauen einig.

 

  • Servicebild_Kollross