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19.05.2022

Flächendeckende Kinderbetreuung als gezielte Maßnahme gegen die Teuerung

Zum Tagesordnungspunkt des NÖ Landtags betr. „jährliche Anpassung der Familienbeihilfe an die Inflationsrate“ betonte LAbg. Mag. Kerstin Suchan-Mayr, dass unzählige Menschen in Niederösterreich, insb. Jungfamilien und Alleinerziehende, dringend Unterstützung benötigen: „Wir erleben aktuell die größte Teuerungswelle seit 40 Jahren! Der wöchentliche Einkauf ist um rund 7 Prozent teurer als noch im Vorjahr, Eier und Milch sind gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent teurer geworden, Rindfleisch oder Erdäpfel um 15 Prozent, Butter, grüner Salat oder Faschiertes gar um 26 Prozent! Das ist für Familien, welche ihre Kinder tagtäglich zu versorgen haben, eine große Belastung! Hinzu kommen die monatlich steigende Miete sowie die um 24 Prozent gestiegenen Kosten bei Heizen und Strom. Und all das wird im ‚Familienbundesland‘ Niederösterreich durch das schlechte Angebot in der Kinderbetreuung noch um ein Vielfaches verschlimmert! Deswegen ist es ein Gebot der Stunde, die Kinderbetreuung in unserem Bundesland ganztägig, ganzjährig und gratis anzubieten, um für Familien und Alleinerziehende eine echte Wahlfreiheit zu schaffen!

 

Weiters kritisierte Suchan-Mayr die kolportierte „Mogel-Milliarde“ des Bundes, welche im Zuge der 15a-Vereinbarung noch diese Woche verkündet werden soll: „Ursprünglich waren 1,2 Milliarden Euro pro Jahr für die Kinderbetreuung angedacht, um einen Rechtsanspruch auf eine Nachmittagsbetreuung zu gewährleisten. Die nun in Medienberichten aufgetauchte Mogel-Milliarde soll jedoch auf 5 Jahre aufgeteilt werden. Somit wird aus der jährlichen SPÖ-Kindergarten-Milliarde gerade einmal ein Mini-Teuerungsausgleich für diesen Bereich in der Höhe von 200 Millionen Euro, wo noch dazu Gelder zweckgebunden werden. Die Zukunft unserer Kinder darf hier jedenfalls nicht dem nächsten PR-Schmäh der ÖVP zum Opfer fallen.

Preissteigerungen gehen unaufhaltsam weiter, während Jungfamilien aufgrund des Kinderbetreuungsangebots in NÖ weiter munter zur Kasse gebeten werden